ACHTUNG: Es gibt auch in der Halogentechnik sogenannte XENON Brenner. Die Gasentladungslampen werden umgangssprachlich auch als Xenonlampen bezeichnet, was durch die Autoindustrie verbreitet wurde.
Bei beiden Systemen (Halogen und Gasentladung) besteht das Füllgas im Kolben aus Xenon. Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied. Durch die Lichtbogentechnik wird in der Gasentladungslampe das Licht um ein Vielfaches heller, als bei einem Xenon Halogenbrenner !!! (Xenon ist nicht gleich Xenon - die Technik ist entscheidend, bei Gasentladung 4 - 6 fache Lichtausbeute gegenüber Halogen)
Ein Vorteil dieser Gasentladungstechnik ist, dass der Brenner sehr langlebig sind.
Es können bis weit über 3000 Betriebsstunden erreicht werden. Im Vergleich dazu erreicht ein Standard - Halogenbrenner nur ca. 2000 Stunden und die Hochleistungsbrenner, welche in den Tauchlampen eingesetzt werden, " leben „ noch kürzer ( Lebensdauer in Regel ca. 50 -100 Std. ! ).
Der Gasentladungsbrenner ist zudem äußerst transportsicher, denn es gibt keinen Glühfaden mehr, der reißen oder durchbrennen kann. Der größte Vorteil ist mit Sicherheit die Lichtausbeute. Man nennt die Gasentladungsbrenner auch Tageslichtbrenner, da ihr Licht taghell ist und mit Tageslicht zu vergleichen ist. Im direkten Vergleich zur Halogentechnik leuchtet eine Halogenlampe gelblich.
Nachteil der Gasentladungstechnik ist der Preis. Der technische Aufwand zum Bau einer Gasentladungslampe ist sehr hoch. Eines der Probleme ist, dass die Gasentladungslampe ca. 25 000 Volt benötigt, damit der Lichtbogen erzeugt wird, um die Lampe zu zünden. Weiterhin werden nach der Zündung ca. 60 - 80 Volt Betriebsspannung benötigt. Im Tauchsport besteht dann noch die Forderung, dass die Lampe sehr handlich sein sollte.
In der Presse und verschiedenen Fachzeitschriften wird stets darauf hingewiesen, dass die Gasentladungslampen möglichst nicht kurz hintereinander ein- und wieder ausgeschaltet werden sollten. Ein erneutes Starten kurz nach dem Ausschalten ist in der Regel, bis auf wenige Brennertypen, nicht möglich. Einige Hersteller geben in der Bedienungsanleitung oft nur 450 Starts an, danach ist der Brenner auszutauschen. Ein sehr teurer Spaß! Denn der Brenner kostet zwischen 90,- und 130,- Euro.


